Kleine Geschichten aus der Oberpfalz und dem Rest der Welt
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Hallo! Ich bin Michaela. Ich lese Geschichten, ich schreibe Geschichten und Fotos mache ich auch. Willkommen in meinem Kaninchenloch. Schön, dass du hier bist!
„Mama, DAS will ich ausleihen!“, verkündet das kleine große Kind und hält mir ein Buch mit dem Titel „Die Rückkehr der Killerkatze“ unter die Nase. „Äh, wo hast du das denn gefunden?“, frage ich, ob des Titels leicht verwirrt. „Na da“, sagt das kleine große Kind und zeigt auf das Regal mit den Büchern für Leseanfänger. „Bist du sicher?“ Ob da wohl jemand was falsch einsortiert hat? „Klar, guck doch, da sind noch mehr.“ Tatsächlich. Zwei weitere Killerkatzenbücher. Jetzt schaue ich mir das Buch genauer an. Anne Fine und Axel Scheffler. Axel Scheffler? Ja, das ist der mit dem Grüffelo. Und Anne Fine ist eine mehrfach ausgezeichnete britische Kinderbuchautorin. Aus ihrer Feder stammt unter anderem Mrs. Doubtfire. Die meisten meiner Altersklasse werden sich wohl vor allem an den auf dem Roman basierenden Film erinnern. So wandern alle drei vorhandenen Killerkatzenbücher auf unseren Ausleihstapel. Und was soll ich sagen? Beim Lesen war nicht nur mein Lieblingskatzenfan begeistert. (Das kleine große Kind liebt Katzen, seit es das erste Mal eine zu Gesicht bekommen hat. Es geht das Gerücht, dass es nur so zügig laufen gelernt hat, um jeder Katze hinterherrennen zu können.)
Zum Ende der Sommerferien haben wir mal wieder einen Ausflug in den Bayerischen Wald zum Großen Arber gemacht. Während unserem in Berlin aufgewachsenem Stadtkind kein Weg zu weit ist und er schon im Kindergartenalter selbst lange Wanderungen ohne zu murren absolvierte, ist unser geborenes Landkind doch ein wenig Fußfaul. Da müssen wir immer ein bisschen tricksen und uns ein paar Highlights für den Weg ausdenken, um ihn hinter dem Ofen hervorzulocken. So sind wir zunächst mit der Gondel auf den Berg hinaufgefahren. Erstes Highlight: Check! Dann sind wir in einem ausgetrockneten Flussbett von Stein zu Stein springend wieder bergab gelaufen. Zweites Highlight: Check! Mein rechtes Knie, das gerne einmal Zicken macht, hätte auf dieses Highlight allerdings gerne verzichtet – das nächste mal würde ich die Tour also umdrehen und erst hochkraxeln und dann mit der Bahn wieder runter gondeln. Aber sei es drum, bei dieser Variante konnten wir am Ende der Tour noch auf dem Großen Arbersee Tretbötchen fahren – ein Vergnügen, dass ich seit etwa 30 Jahren nicht mehr hatte. Drittes Highlight: Check!. Für unterwegs habe ich immer gerne die ein oder andere Geschichte parat, die ich erzählen kann, wenn dann doch Langeweile aufkommt. War aber diesmal gar nicht nötig. Dafür erzähl ich die Geschichte von der Arberhexe jetzt einfach euch an diesem sagenhaften Sonntag…
Zumindest mit ein paar wenigen. Denn irgendwie bin ich im vergangenen Monat nicht so viel zum Fotografieren gekommen. Aber das macht nichts. Ich genieße es gerade sehr, dass die Tage wieder kürzer werden. Und dass es wieder häufiger regnet. Nach der Diktatur der Sommersonne kann ich mich endlich wieder ohne schlechtes Gewissen drinnen einmuckeln. Kerzen anzünden. Vor ein paar Tagen habe ich sogar den Ofen angeschmissen. Außerdem fallen die Diskussionen mit dem kleinen großen Kind weg, warum denn schon Schlafenszeit sein soll, obwohl es draußen noch hell ist. Es kommen wieder die Abende des Vorlesens und der Mondscheingespräche. So nenne ich die Gespräche, die mit dem kleinen großen Kind (und früher auch mit dem inzwischen großen großen Kind) am Abend entstehen, im Dunkeln, mit Blick in den Sternenhimmel.
(Meine Nacherzählung eines Märchens aus Apulien – inklusive Apfeltarte-Rezept)
Es es waren einmal ein Mann und eine Frau, die waren mit sich und dem Leben eigentlich ganz zufrieden. Doch wünschten sie sich schon lange ein Kind. Es wurde Frühling, es wurde Sommer, es wurde Herbst. Es wurde Winter und wieder Frühling. Die Jahre gingen ins Land und das Paar hatte die Hoffnung auf ein Kind schon beinahe aufgegeben, da wurde ihnen ein Knabe geboren. Den nannten sie Amando.
Den Augustrückblick habe ich verpasst. Aber ich bin ja ein cleveres Kerlchen. Darum lasse ich zum Start ins neue Schuljahr hier in Bayern einfach die Sommerferien Revue passieren, um ein paar Augustbilder und -gedanken unterzubringen.
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