Jetzt lebe ich schon bald neun Jahre in der schönen Oberpfalz und entdecke doch immer noch Neues. Manchmal sogar gleich um die Ecke. So haben wir erst vor wenigen Wochen das erste Mal der Burgruine Ehrenfels bei Beratzhausen einen Besuch abgestattet. Es war einer dieser Ausflüge… Das kleine große Kind klagte den gesamten Hinweg über sein Leid. „Es geht ja nur bergauf.“ „Wann sind wir endlich da?“ „Wie lange dauert es noch?“ „Wir gehen aber auch bestimmt den kürzesten Weg?“ Ja, es war so richtig schön und idyllisch, wie man sich das an einem sonnigen Sonntag so vorstellt. An der Burgruine angekommen änderte sich die Stimmung allerdings schlagartig. Denn hier gab es dicke Mauern zum drauf herumlaufen, schmale Steintreppen in alte Verliese, Schießscharten und geheime Gänge. (Und außerdem Schokoladenkuchen aus dem Proviantrucksack.) „Hier können wir gerne nochmal hin“, fasste das kleine große Kind den Ausflug schließlich zusammen. Ich denke auch, dass die Ruine einen zweiten Besuch wert ist. Vielleicht in der Morgendämmerung. Wenn wir dann ganz leise sind, hören wir dann vielleicht nicht nur meinen Filius, sondern die Geister jammern und klagen. Denn natürlich tragen die verfallenen Mauern schwere Erinnerungen.

Und damit komme ich auch schon zu der Legende, die sich um Burg Ehrenfels rankt.
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